Einsteiger-Tipps

Du möchtest endlich mit Yoga anfangen oder hast gerade begonnen? Dann können dir die nachfolgenden Zeilen den Einstieg oder das anfängliche Üben erleichtern.

 

Yoga-Stil

Finde den für dich passenden Yoga-Stil. Die Auswahl ist groß und am besten machst du erstmal ein paar Probestunden in verschiedenen Studios oder Yoga-Räumen, die für dich in Frage kämen, bevor du dich für eine Zehnerkarte oder eine Mitgliedschaft entscheidest. Natürlich sollte auch die Chemie mit dem/den zukünftigen Lehrer/n stimmen.

 

 

Lass dich nicht entmutigen

Es ist machmal etwas komisch, wenn man alleine in einen Kurs oder in ein Studio geht, wo sich gefühlt alle schon seit Jahren kennen. Aber dem ist meistens gar nicht so und der innere Schweinehund schnappt sich die kleinsten Widerstände, bauscht sie auf und verwendet sie gegen dich. Also, gib deinem Schweinehund einen Korb!

 

Viele Yoga-Studios bieten Einsteiger-Workshops an. Das ist super und die Teilnahme ist empfehlenswert, da Details besprochen werden können, für die in einer regulären Yoga-Stunde schlichtweg keine Zeit ist. Außerdem lernst du hier direkt Leute kennen, die ebenfalls neu sind oder gerade begonnen haben.

 

Übe mit leerem Magen

Vor einer Yogastunde sollte der Magen möglichst leer sein. Es empfiehlt sich, mindestens zwei Stunden vorher keine feste Nahrung mehr zu sich zu nehmen. Wer allerdings mit mega Kohldampf von der Arbeit kommt, dem empfehle ich, eine Kleinigkeit zu essen oder einen Smoothie zu trinken. Mit Unterzuckerung oder Heißhunger fällt es schwer, auf der Matte im Hier und Jetzt zu bleiben.

 

Verzichte auf den Griff zur Wasserflasche

Während des Yoga-Unterrichts sollte das Trinken vermieden werden. Einfach über den Tag verteilt genug Wasser und ungesüßte Kräutertees trinken, dann sollte es kein Problem sein, während der Yogastunde nichts zu trinken. Gerade bei Vorbeugen und Umkehrhaltungen kann zuviel Flüssigkeit im Magen unangenehme Nebeneffekte haben.

Die Yoga-Praxis fördert zu dem innere Hitze (Tapas), regt das Verdauungsfeuer an und der Körper beginnt zu entgiften. Fängt man an zu trinken, werden diese Prozesse gestoppt und der Körper zieht Wasser aus dem Magen, statt aus dem Gewebe. Gifte können so nicht richtig ausgeschieden werden.

Eine Trinkpause stellt zudem auch eine mentale Ablenkung dar (übrigens nicht nur für einen selbst, auch andere Schüler können sich durch die Geräusche abgelenkt oder gestört fühlen). Außerdem stelle ich immer wieder fest, dass gerne zur Wasserflasche gegriffen wird, wenn es anstrengender wird... 

Wer aus gesundheitlichen Gründen (Kreislaufprobleme, Schwangerschaft) trinken muss, sollte dies natürlich auf jeden Fall tun.

 

Socken aus!

Yoga wird barfuß geübt. Nur so kannst du dich richtig erden, deine Zehen mitarbeiten lassen und rutscht in Standhaltungen nicht weg. Letzteres kann sich auch unangenehm auf die Gelenke auswirken und zu Verletzungen führen. Außerdem befinden sich im Fuß viele Energiepunkte und diese werden beim Barfuß-Üben stimuliert. Zur Entspannung dürfen die Socken dann wieder angezogen werden.

 

Was zieh ich an

Trage bequeme, flexible Sportkleidung, in der du dich wohl fühlst - am besten eine lange Hose, ein T-Shirt oder Top und eine leichte Jacke oder einen Pulli, für den Stundenbeginn und das Ende.

 

Gerade im Sommer lohnt es sich, ein kleines Handtuch dabei zu haben, falls es schweißtreibend wird.

 

Kein falscher Ehrgeiz

Versuche, mit deiner Aufmerksamkeit auf deiner Matte und bei dir selbst zu bleiben. Spüre, wie sich die Übungen für dich anfühlen und achte auf die Signale deines Körpers. Respektiere deine Grenzen. Es ist völlig egal, ob dein Mattennachbar in der Vorwärtsbeuge den Boden küssen kann oder zu welchen Verknotungen die Lady schräg vor dir in der Lage ist. Zu großer Ehrgeiz und wildes Nacheifern führen eher zu Verletzungen, als das sie dich auf deinem Yogaweg weiterbringen.

Weißt du mal nicht, was an der Reihe ist, darfst du natürlich bei den Nachbarn spicken - ohne dich zu vergleichen. Im Yoga gibt es sehr viele detaillierte Ansagen und nicht alle Lehrer machen immer alle Übungen eins zu eins mit. Du wirst schnell merken, dass du nach und nach mehr Umsetzen und deinen Körper sehr viel besser spüren kannst. Sei geduldig mit dir. Yoga braucht Zeit.

 

Und jetzt ab auf die Matte!